Orgeln und Orgelbauer in der Slowakei
1651 – 2006
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Hans Hummel

[Humell, Hommel; Hans, Hannsen]


* um 1570, Nürnberg
† 11.2.1630, Levoèa (dt. Leutschau, Slowakei)

Zum Orgelbauer wurde er in Deutschland ausgebildet. 1608 eröffnete er seine Werkstatt in Krakau (Polen). Am 22. April 1615 unterzeichnete er mit dem Magistrat von Levoèa einen Vertrag über den Orgelbau für die dortige St. Jakob Kirche. Die Arbeit begann er aber erst 1624. Wegen ständigen Verzögerungen und Überteuerungen kam es zu Spannungen. Dazu kam gegen ihn1629 ein Haftbefehl des polnischen Königs Sigismund, wegen angeblichen Diebstahls von Zinnpfeifen aus der Marienkirche in Krakau. Hans Hummel starb beim Sturz vom Gerüst beim Bau der Orgel in Levoèa (vermutlich handelte es sich um Selbstmord). Der Chronist vermerkte, dass ihn ein böser Geist herunterstürzte.

In Polen baute er einige bedeutende Orgeln, die bekannteste steht in Olkusz (1612 – 1623). In der Slowakei ist nur eine einzige, und zwar in der katholischen Pfarrkirche St. Jakob in Levoèa bekannt, die lange als die größte in ganz Ungarn galt.

Text: Marian Alojz Mayer