Orgeln und Orgelbauer in der Slowakei
1651 – 2006
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Ludwig Mooser

[Mooser, Moser, Mózer, Moozer; Ludwig, Lajos]


* 30.1.1807, Wien
† 22.5.1881, Hatvan (Ungarn)

Er stammte der Orgelbauerfamilie Peter A. Mooser ab. Den Orgelbau erlernte er vom Vater. Nach dessen Tode 1823 ging er mit sechzehn Jahren auf Wanderschaft. Von 1830 bis 1840 war er beim Militär. Er heiratete noch vor Dienstabschluss und ließ sich danach in Salzburg nieder. Dort gründete er eine bedeutende Orgelbauwerkstat, in der 10 Angestellte arbeiteten. Zeitweise stellte er noch mehrere Gehilfen ein, somit hatte er bisweilen 18 bis 20 Angestellte. Seine Söhne Carl und Joseph lernten und arbeiteten mit ihm zusammen. Auch seine Tochter Josepha half in der Werkstatt mit. Im Betrieb entstanden annähernd 180 bis 200 Orgeln, darunter viele zweimanualige und einige dreimanualige. Aufträge kamen aus ganz Österreich-Ungarn, doch Mooser baute auch im Ausland, z. B. in Russland. Einige Orgeln baute er auch in der Slowakei. Dank vieler Aufträge eröffnete er nach dem Tode seiner Gattin (1863) eine Filiale in Eger, wo er auch Ehrenbürger wurde. 1878 war er aus gesundheitlichen Gründen gezwungen, seine Tätigkeit aufzugeben.

Text: Marian Alojz Mayer