Orgeln und Orgelbauer in der Slowakei
1651 – 2006
Vorheriger Orgelbauer Verzeichnis der Orgelbauer Nachfolgender Orgelbauer

Peregrin Werner

[Werner, Verner; Peregrinus, Peregrín]


* um 1696, Geburtsort unbekannt
† 1771, Žilina

Angaben zu seinen Lebenslauf fehlen. Dem Franziskanerorden trat er bereits als ausgelernter Orgelbauer bei. Im Orden wirkte er als Frater (Ordensbruder). Er starb im Kloster in Žilina.

Orgelbauwerkstatt

P. Werner baute Orgeln in den Franziskanerkirchen der ganzen (salvatorianischen) Provinz, d. h. nicht nur in der Slowakei, sondern in ganz Ungarn. 1731 arbeitete er in Hlohovec, 1733 in Pruské, ab 1735 in Klöstern außerhalb des slowakischen Gebietes, so 1757 in Gyöngyös (heute Ungarn). Zwischen 1754 – 1758 in Kremnica, 1759 – 1762 in Skalica und ab 1763 bis zu seinem Tode in Žilina.

Von seinem Schaffen ist nur Weniges erhalten geblieben. In gutem Zustand ist die Orgel in der Franziskanerkirche in Pruské. Eine kleinere Altarorgel in derselben Kirche, ist jedoch nicht von ihm. In der Franziskanerkirche in Žilina sind jedoch beide Orgeln seine Werke. Leider blieb von der großen Orgel des Westchores nur das erweiterte Gehäuse erhalten. Ein Unikat ist seine kleine (Altar-)Orgel. Sie ist in zwei Teilen (c- und cis-Seite) an den Nebenseiten des Hauptaltars aufgestellt und von der Hinterseite spielbar. Die Disposition des Positivs mit 6 Registern entspricht dem Zeitgeist, ungewöhnlich erscheint lediglich eine Quinte 2 2/3´. Offensichtlich war diese Lage bei ihm beliebt, denn in Pruské baute er sogar zwei: eine als 2 2/3´ und eine 1 1/3´. Die Tonqualität der Orgel in Pruské ist außergewöhnlich. Der Manualumfang entspricht dem damaligen Brauch, von C bis c3 (45 Tasten und Töne). Alle Elemente sind vorzüglich verarbeitet, in den Trakturen erscheint bereits viel Eisenmaterial. Die Tonventile haben eine viel größere Oberfläche als die Kanzellenöffnungen. mehr »»

Text: Marian Alojz Mayer