Orgeln und Orgelbauer in der Slowakei
1651 – 2006
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Michal Podkonický

[Potkonicky, Podkonitzky; Michael, Michal]


* 26.9.1753, Banská Bystrica
† 4.6.1816, Banská Bystrica

Sohn des Orgelbauers Martin Podkonický. Er lernte bei seinem Vater aus, doch nach dessen Tod (1771) musste er zwei Jahre warten bis er 20 wurde, um die Werkstatt übernehmen zu dürfen. Im November 1773 wurde er Bürger in Banská Bystrica, danach heiratete er am 26. Januar 1774 Anna Charlotta Stertz.

Orgelbauwerkstatt

Der zweifellos talentierte Meister führte ein ungeordnetes Leben, oft hielt er seine Verpflichtungen nicht ein und lieferte um Jahre verspätet. Am 14. Juli 1812 wurde sogar unter der Nummer 17456 eine Drucknachricht des Ungarischen Verwaltungsrates veröffentlicht, in der abgeraten wird ihm weitere Aufträge zu erteilen, weil er nicht imstande sei sie auszuführen und von den vorherigen kaum ein Drittel erfüllt hätte. Es kam vor, dass man ihn, in Absicht seine Arbeit voranzutreiben, auf der Empore einschloss. Zuletzt wurde er wegen Schulden und Arbeitsversäumnissen ins Gefängnis in Gelnica eingesperrt. Nur dank einer Bürgschaft des Magistrats von Banská Bystrica wurde er entlassen.

Die Werkstatt von Michal Podkonický gehörte zu den größeren in der Slowakei. Um 1804 arbeiteten dort mindestens vier Gesellen. Es wurden viele Orgeln gebaut, darunter auch zweimanualige, weiter Spinette und Klavichorde.

Text: Marian Alojz Mayer